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Azerbaidschanisches Recht

Gemäß Verfassung (aserb.: "Konstitusiya") von 1995 ist die Republik Aserbaidschan ("Azərbaycan Respublikasi") ein demokratischer, weltlicher Rechtsstaat. Staatsoberhaupt ist der Präsident ("prezident"), der für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird (Artikel 99 ff. Verfassung). Seit Oktober 2003 hat Ilham Aliyev den Posten inne.

Azerbaidschanische Gesetze

Gesetze ("Qanunlar") werden vom Ein-Kammer-Parlament (aserb.: "Milli Məclis" / engl: "Milli Majlis", Artikel 81 ff. Verfassung) verabschiedet.

Seine 125 Abgeordneten werden für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Das Recht der Gesetzgebungsinitiative steht gemäß Artikel 96 Verfassung den Parlamentsabgeordneten, dem Staatspräsidenten, dem Obersten Gericht, 40.000 wahlberechtigten Bürgern, der Staatsanwaltschaft sowie dem Ali Majlis der Autonomen Republik Nakhichevan zu.

Gesetzentwürfe müssen von einer Begründung und der Angabe einer Zweckbestimmung begleitet werden.

Über Gesetzentwürfe muss innerhalb von zwei Monaten abgestimmt werden. Der Staatspräsident, das Oberste Gericht, die Staatsanwaltschaft sowie der Ali Majlis der Autonomen Republik Nakhichevan können Gesetzentwürfe für dringend erklären; in diesem Falle muss das Parlament innerhalb von 20 Tagen verhandeln und darüber abstimmen.

Artikel 94 enthält eine Liste aus 27 Bereichen, zu denen das Parlament Vorschriften erlassen kann. Dazu zählen unter anderem der Gerichtsaufbau, die Anwaltschaft und das Notariat, das Prozessrecht und die Zwangsvollstreckung, der Status von natürlichen und juristischen Personen, Rechtsgeschäfte, zivilrechtliche Verträge, die Stellvertretung, das Eigentumsrecht und andere dingliche Rechte, der gewerbliche Rechtsschutz, das Schuldrecht, das Steuerrecht, das Arbeitsrecht, das Zoll- und Handelsrecht, das Börsen- und Bankrecht, die Rechnungslegung und das Versicherungsrecht.

In der Regel ist die einfache Mehrheit von 63 Stimmen notwendig. Beschlossene Gesetze werden dem Staatspräsidenten innerhalb von 14 Tagen zur Unterzeichnung zugeleitet. Wenn der zugrunde liegende Gesetzentwurf für dringend erklärt worden war, beträgt diese Frist 24 Stunden (Artikel 96, 97 Verfassung).

Der Staatspräsident hat 56 Tage zur Unterzeichnung der Gesetze. Er ist berechtigt, die Gesetze nicht zu unterzeichnen und sie mit seinen Anmerkungen an das Parlament zurückzugeben. Sein Veto kann mit einer qualifizierten Mehrheit überstimmt werden (Artikel 110 Verfassung). Sofern das Gesetz kein abweichendes Inkrafttreten vorsieht, treten die Gesetze am Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft (Artikel 98 Verfassung).

Außer Parlamentsgesetzen sind Präsidialdekrete ("Prezidentinin fərmanlar", Artikel 113 Verfassung) und Verordnungen des Ministerkabinetts ("Nazirlər Kabinetinin qərarlari", Artikel 120 Verfassung) sowie untergesetzliche Normativakte der Exekutivorgane zu beachten (Artikel 148 Verfassung). Dekrete des Staatspräsidenten dürfen nicht gegen die Verfassung und die Gesetze verstoßen (Artikel 149 Absatz 4 Verfassung). Verordnungen des Ministerkabinetts gehen im Range den Gesetzen und den Präsidialdekreten nach (Artikel 149 Absatz 5 Verfassung).

Internationale Abkommen mit Azerbaidschan

Internationale Abkommen, an denen sich Aserbaidschan beteiligt, werden als "unabdingbarer Bestandteil der Gesetzgebung der Republik Aserbaidschan" bezeichnet (Artikel 148 Absatz 2 Verfassung).

 Bei Widersprüchen zwischen der nationalen Gesetzgebung (mit Ausnahme der Verfassung und den im Zuge einer Volksabstimmung ergangenen Rechtsvorschriften) und einem völkerrechtlichen Vertrag, gehen die Regelungen des völkerrechtlichen Vertrages vor (Artikel 151 Verfassung).

Der Verfassungstext kann durch sogenannte Verfassungsgesetze ergänzt werden. Sie werden vom Parlament mit einer Mehrheit von 95 Stimmen beschlossen, stellen einen unabdingbaren Bestandteil der Verfassung dar und dürfen dem Haupttext der Verfassung nicht widersprechen (Artikel 156 Verfassung). Die Initiative zur Ergänzung der Verfassung steht dem Staatspräsidenten oder mindestens 63 Parlamentsabgeordneten zu (Artikel 157 Verfassung).

Eine Änderung der Verfassung ist nur durch Volksabstimmung möglich (Artikel 152 Verfassung). Soweit der Vorschlag zur Verfassungsänderung vom Staatspräsidenten oder vom Parlament stammt, muss vorab ein Gutachten des Verfassungsgerichts eingeholt werden (Artikel 153 Verfassung).

Das 98 Artikel umfassende Verfassungsgesetz "Über Normativrechtsakte" vom 21.12.10 (Nr. 21-IVKQ) enthält zusätzliche Regelungen zur Normenhierarchie, zum Verfahren des Erlasses von Rechtsvorschriften, zur Anwendung des Analogieprinzips bei Regelungslücken, zur Begutachtung der Entwürfe von Normativrechtsakten (rechtlich, linguistisch sowie hinsichtlich der Anfälligkeit der Regelungsentwürfe für einen Missbrauch), ferner zum Staatlichen Register von Rechtsakten sowie zur Veröffentlichung und zum Inkrafttreten von Normativrechtsakten. Das Verfassungsgesetz legt in Artikel 2.5 ausdrücklich fest, dass im Falle von Abweichungen zwischen den Normen des Zivilgesetzbuches und anderen Gesetzbüchern und Gesetzen auf dem Gebiet des Zivilrechts die Vorschriften des Zivilgesetzbuches vorgehen.

Aserbaidschan gehört der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und dem Europarat an. Im Zeitraum 2012/13 gehörte Aserbaidschan zu den zehn nicht-ständigen Mitgliedern im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (http://www.un.org/en/sc).

Das Land befindet sich seit 1997 in Beitrittsverhandlungen zur Welthandelsorganisation (WTO). Im Rahmen des bislang letzten Treffens der zuständigen Arbeitsgruppe im Februar 2014 wurden die Fortschritte der Wirtschaftspolitik und der Gesetzgebung positiv hervorgehoben: http://www.wto.org/english/thewto_e/acc_e/a1_azerbaidjan_e.htm.

Nationale Währung ist der Manat (AZN). Der aktuelle Wechselkurs (1 Euro = 0,9779 AZN, Stand: 12.11.14) kann auf der Internetseite der Zentralbank der Republik Aserbaidschan (http://en.cbar.az, Link: AZN Rates) abgerufen werden.

Korruptionsbekämpfung in Azerbaidschan

Im Korruptionswahrnehmungsindex 2013 von Transparency International belegt Aserbaidschan Platz 127 von 178 (Platz 1=wenig korrupt, Platz 178=sehr korrupt), den das Land mit Libanon, Nicaragua, Pakistan, Russland und einigen anderen Ländern teilt. Im Vorjahr wurde Aserbaidschan auf Rang 139 eingestuft worden. Aserbaidschan gehört der UN-Konvention gegen Korruption von 2003 und dem Strafrechtsübereinkommen über Korruption des Europarates von 1999 an. Im nationalen Recht ist das Gesetz Nr. 580-IIQ "Über die Bekämpfung der Korruption" vom 13.1.2004, in Kraft seit 1.1.1995, zu beachten. Das Gesetz umfasst 14 Artikel. Demnach müssen Amtsträger ihr Jahreseinkommen, Vermögen, Beteiligungen an Unternehmen etc. offenlegen (Artikel 5). Ferner besteht ein Verbot für nahe Verwandte, eine Position im unmittelbaren Zuständigkeitsbereich eines anderen Verwandten im öffentlichen Dienst zu übernehmen (Artikel 7). Geschenke an Amtsträger, deren Wert den 50-fachen Betrag der sogenannten fiktiven Finanzeinheit übersteigt, verbleiben bei der Dienststelle (Artikel 8). Die sogenannte fiktive Finanzeinheit beträgt gemäß dem entsprechenden Gesetz Nr. 48-IIQ vom 26.12.2000 1,1 AZN. Damit beträgt der oben genannte Schwellenwert 55 AZN (ca. 53 Euro). Juristischen Personen, die an einer Korruptionsstraftat beteiligt sind, droht gemäß Artikel 11.2 des Gesetzes ein Bußgeld oder eine Einstellung ihrer Tätigkeit. Verwaltungsakte, die unter Verstoß gegen die Antikorruptionsvorschriften ergangen sind, können aufgehoben werden (Artikel 13). Das Gesetz hat eine Kommission zur Bekämpfung von Korruption geschaffen. Diese setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen, deren Mitglieder jeweils zu einem Drittel vom Staatspräsidenten, Parlament und dem Verfassungsgericht ernannt werden. Die Internetseite der Kommission (http://www.commission-anticorruption.gov.az) stellt Antikorruptionsvorschriften in englischer Übersetzung sowie weitere Informationen in englischer Sprache zur Verfügung. Mit Präsidialerlass vom 5.12.12 wurde der Nationale Antikorruptionsaktionsplan 2012-2015 (National Anti-Corruption Action Plan) verabschiedet.

Daneben enthält das aserbaidschanische Strafgesetzbuch ("Cinayət Məcəllə") in Kapitel 33 (Artikel 308 bis 314-3) Korruptionsdelikte. Bei Bestechung von Amtsträgern ("Rüşvət vermə") droht gemäß Artikel 312 Strafgesetzbuch eine Geldstrafe von 1.000 bis 2.000 AZN (ca. 950 bis 1.900 Euro) oder eine Freiheitsstrafe von zwei bis fünf Jahren. Der qualifizierte Tatbestand (Wiederholungsfälle) sieht eine Geldstrafe bis 4.000 AZN und eine Freiheitsstrafe von vier bis acht Jahren vor. Seit 2012 enthält das aserbaidschanische Strafgesetzbuch ein Kapitel zur Unternehmenshaftung (Kapitel 15-2, Artikel 99-4 bis 99-9). Das Unternehmensstrafrecht erstreckt sich auch auf Korruptionsdelikte gemäß Artikel 308, 311, 312, 312-1, 313 Strafgesetzbuch. Das Unternehmen haftet demnach für Handlungen von Personen, die das Unternehmen vertreten, im Namen des Unternehmens Entscheidungen treffen dürfen, die Tätigkeit der juristischen Personen kontrollieren, sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch für einfache Mitarbeiter (Artikel 99.4). Zu den strafrechtlichen Sanktionen gehören die Geldstrafe, eine sog. besondere Beschlagnahme, ein Tätigkeitsverbot für das Unternehmen sowie die Liquidation des Unternehmens (Artikel 99-5).

Haager Übereinkommen über die Befreiung ausländischer Urkunden von der Legalisation

Aserbaidschan ist seit 2005 Vertragsstaat des Haager Übereinkommens über die Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation vom 5.10.1961. Deutschland hat gegen den Beitritt Aserbaidschans Widerspruch erhoben, sodass das Übereinkommen für das deutsch-aserbaidschanische Verhältnis nicht in Kraft getreten ist. Daher erkennen die aserbaidschanischen Behörden deutsche Urkunden nur dann an, wenn sie eine Legalisation der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin tragen. Die Deutsche Botschaft in Baku kann diese Legalisation dagegen nicht vornehmen. Näheres unter: http://www.baku.diplo.de/Vertretung/baku/de/04/Urkunden/Urkunden__S.html sowie http://www.konsularinfo.diplo.de.

Rechtsverfolgung/ Klagen in Azerbaidschan

Im deutsch-aserbaidschanischen Wirtschafts- und Rechtsverkehr findet keine gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von ausländischen Gerichtsurteilen statt.

Es besteht kein entsprechendes bilaterales oder multilaterales Abkommen und auch die von § 328 Absatz 1 Nr. 5 der deutschen ZPO beziehungsweise Artikel 458 der aserbaidschanischen ZPO ("Mülki prosessual məcəllə") zu diesem Zwecke vorausgesetzte Gegenseitigkeit ist nicht verbürgt.

Dies hat zur Folge, dass eine Gerichtsstandsklausel zu Gunsten deutscher Gerichte bzw. die Prozessführung vor deutschen Gerichten nur dann sinnvoll ist, wenn der aserbaidschanische Vertragspartner Vermögen in Deutschland oder einem anderen Land hat, in dem die Vollstreckung eines deutschen Urteils möglich ist (zum Beispiel EU-Ausland aufgrund der Geltung der EuGVVO). Ansonsten wäre die Vollstreckung selbst im Erfolgsfalle nicht gesichert.

Schiedsverfahren mit azerbaidschanischen Unternehmen

Will man den Schwierigkeiten einer Prozessführung im Ausland (fremde Rechtsordnung, fehlende Sprachkenntnisse etc.) entgehen, empfiehlt sich die Vereinbarung einer Schiedsklausel. Seit 29.5.2000 gehört Aserbaidschan nämlich dem New Yorker Übereinkommen vom 10.6.1958 über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche (New York Convention, im Folgenden: NYÜ) an.

Das NYÜ sichert rechtlich die Vollstreckbarkeit ausländischer Schiedssprüche in seinen 153 Vertragsstaaten. Die Anerkennung und Vollstreckung eines ausländischen Schiedsspruches kann jedoch aus Gründen des Artikel V NYÜ versagt werden.

Vollstreckung in Azerbaidschan

Die Voraussetzungen und das Verfahren der Anerkennung und Vollstreckung von ausländischen Gerichtsentscheidungen und Schiedssprüchen sind in den Artikel 462 bis 477 ZPO niedergelegt. Anträge auf Anerkennung und Vollstreckbarerklärung von ausländischen Gerichtsentscheidungen und Schiedssprüchen sind gemäß Artikel 464 ZPO beim Obersten Gericht ("Ali Məhkəmə", siehe Link unten) zu stellen.

Dem Antrag hinsichtlich Anerkennung und Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Schiedsspruches sind die Originale beziehungsweise beglaubigte Kopien des Schiedsspruches und der Schiedsvereinbarung sowie deren beglaubigte Übersetzung in die aserbaidschanische Sprache beizufügen (Artikel 475 ZPO).

Der Antragsgegner muss seine Einwände gegen die Anerkennung und Vollstreckbarerklärung einer ausländischen Entscheidung beziehungsweise Schiedsspruches innerhalb eines Monats seit Bekanntwerden der Anhängigkeit des Antrages geltend machen.

Anschließend findet eine Gerichtsverhandlung statt (Artikel 471, 472 ZPO).

Die Versagungsgründe des Artikels V NYÜ sind noch einmal in Artikel 476 ZPO wiedergegeben. Dabei ist dort statt eines Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung (ordre public) von einem "Verstoß gegen die Souveränität und grundlegenden Prinzipien der Gesetzgebung der Republik Aserbaidschan" die Rede.

Entscheidet man sich aus den oben genannten Gründen für die Schiedsgerichtsbarkeit, erscheint es als ratsam, die Musterschiedsklausel einer der bekannten Schiedsinstitutionen wie des Schiedsgerichts der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC, http://www.iccarbitration.org), der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS, http://www.dis-arb.de), des Internationalen Schiedsgerichts der Wirtschaftskammer Österreich (http://www.viac.eu), des London Court of International Arbitration (http://www.lcia.org), des Schiedsinstitutes bei der Stockholmer Handelskammer (http://www.sccinstitute.com) oder die Geltung der Internationalen Schiedsordnung der Schweizerischen Handelskammern ("Swiss Rules", http://www.swissarbitration.org) zu vereinbaren.

Evtl. könnte auch das Internationale Handelsschiedsgericht bei der Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation (http://mkas.tpprf.ru/en) im Geschäftsverkehr mit Unternehmen aus Aserbaidschan als ein "gemeinsamer Nenner" beziehungsweise ein neutrales Forum im Rahmen der zu verhandelnden Streitbeilegungsklausel erachtet werden. Als aserbaidschanische Schiedsinstitution ist das Zentrum für Schiedsgerichtsbarkeit und Mediation ("Azərbaycan Arbitraj və Mediasiya Mərkəzi", http://www.arbitr.az) zu nennen.

Das aserbaidschanische Schiedsverfahrensrecht ist im Gesetz Nr. 757-IQ über die internationale Schiedsgerichtsbarkeit vom 18.11.1999 enthalten. Damit wurde das UNCITRAL Modellgesetz über die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit von 1985 umgesetzt.

Azerbaidschanische Gerichte

Das Gerichtssystem der Republik Aserbaidschans umfasst allgemeine Gerichte sowie Gerichte für Verwaltungs- und Wirtschaftsstreitigkeiten. Einzelheiten ergeben sich aus dem Gesetz Nr. 310-IQ "Über Gerichte und Richter" vom 10.6.1997 (in der Fassung späterer Änderungen).

Vor den allgemeinen Gerichten werden Streitigkeiten auf dem Gebiet des Zivil-, Wohn-, Familien-, Arbeits-, Boden-, Umwelt- oder Steuerrechts verhandelt, wenn es sich zumindest bei einer Partei um eine natürliche Person handelt, die nicht in der Eigenschaft eines Einzelunternehmers auftritt (Artikel 25 ZPO).

Daneben besteht eine Rechtswegzuständigkeit der Gerichte für Verwaltungs- und Wirtschaftsstreitigkeiten für Streitigkeiten zwischen juristischen Personen und/oder Einzelunternehmern, insbesondere Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Auslegung, Erfüllung und Kündigung von Verträgen, mit der Unwirksamkeit von Gründungsunterlagen einer Gesellschaft, mit Insolvenzen und der Steuerentrichtung (Artikel 26 ZPO).

Das Verfahren in Zivil- und Wirtschaftssachen richtet sich nach der Zivilprozessordnung ("Mülki prosessual Məcəllə"), Gesetz Nr. 780-IQ vom 28.12.1999 (in der Fassung späterer Änderungen). Kapitel 46 (Artikel 439 bis 461) ZPO ist den Verfahren mit Beteiligung ausländischer Parteien gewidmet. Bei Streitigkeiten mit ausländischer Beteiligung ist gemäß Artikel 450 eine Gerichtsstandvereinbarung zu Gunsten eines ausländischen Gerichts grundsätzlich zulässig.

Zur ausschließlichen Zuständigkeit von aserbaidschanischen Gerichten zählt Artikel 444 ZPO Streitigkeiten bezüglich:

  • dingliche Rechte, Pacht und Pfand von/an Grundstücken in Aserbaidschan;
  • Anerkennung des Bestehens/Nichtbestehens einer juristischen Person, Auflösung von in Aserbaidschan ansässigen juristischen Personen, Anfechtung von deren Beschlüssen;
  • Wirksamkeit von Rechten an Patente, Marken und anderen Schutzrechten, wenn deren Registrierung in Aserbaidschan beantragt wurde;
  • gerichtliche Entscheidungen hinsichtlich Zwangsvollstreckung in Aserbaidschan;
  • Ansprüche gegen Spediteure aus Speditionsverträgen;
  • Scheidungen zwischen Staatsangehörigen Aserbaidschans und Ausländern, wenn beide Ehegatten ihren Wohnsitz in Aserbaidschan haben.

Anwaltszwang besteht nur in der Kassationsinstanz (Artikel 67 in Verbindung mit Artikel 402 ff. ZPO). Ansonsten können sich Parteien vor Gericht durch beliebige geschäftsfähige Personen, juristische Personen durch ihre Organe vertreten lassen. Vollmachten von juristischen Personen müssen gemäß Artikel 73 ZPO von deren Leiter (oder einer sonstigen dazu berechtigten Person) unterzeichnet sein und einen Firmenstempel enthalten. Die Kostentragungspflicht richtet sich nach dem Obsiegen/Unterliegen im Prozess (Artikel 119 ZPO).

Kooperierende Anwaltskanzleien in Azerbaidschan

In Azerbaidschan erscheint die Kanzleienstruktur unklar. Wir arbeiten vor allem mit spezialisierten Kanzleien/ Dienstleistern zusammen und nennen nachfolgend lediglich eine kleine Auswahl :

    HGN Counselor Ltd.,
    Tbilisi Ave., 47/49 ,
    AZ1065 Baku,
    Azerbaijan

    Tel: (+994 12) 538 68 20

    eMail: office@hgn.az
    www.hgn.az

Weitere Informationen zum azerbaidschanischen Recht

 

Ausgewählte Internetadressen

Bezeichnung

Internetadresse

Export- und Investitionsfördergesellschaft

http://www.azpromo.az

Aserb. Botschaft, Business Guide Azerbaidschan 2012

http://www.azembassy.de/Business-Guide-II.pdf

Deutsche Botschaft in Baku

http://www.baku.diplo.de

Doing-Business-Bericht der Weltbank zu Aserbaidschan

http://www.doingbusiness.org/~/media/giawb/doing%20business/documents/profiles/country/AZE.pdf

Deutsch-Aserbaidschanische Auslandshandelskammer

http://www.ahk-baku.de

Broschüre „Doing Business 2014“

http://www.azpromo.az/uploads/dba-2014/index.html

Broschüre „Legal Framework for Doing Business in Azerbaijan”

http://www.azpromo.az/uploads/publications/Legal_Framework_pages_2011.pdf

Englische Übersetzung von aserb. Gesetzen

http://www.azpromo.az/3/en/legislation/#.U-tBAFSbG70

Wirtschafts- und Industrieministerium

http://www.economy.gov.az

Informationen zu WTO-Beitrittsverhandlungen Aserbaidschans

http://www.wto.org/english/thewto_e/acc_e/a1_azerbaidjan_e.htm

Entwicklungsplan „Aserbaidschan 2020: Blick in die Zukunft“) - ENG

http://www.president.az/files/future_en.pdf

Justizministerium

http://www.justice.gov.az

Rechtsportal) - AZE

http://www.e-qanun.az

Ministerkabinett

http://www.cabmin.gov.az

Außenministerium

http://www.mfa.gov.az

Statistikbehörde

http://www.stat.gov.az/indexen.php

Zollkomitee

http://customs.gov.az/en/

Rechtsportal, Gesetze in Originalfassung sowie Englisch und Russisch

http://www.legalacts.az

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